Haben Sie auch schon auf dem Weg zur Arbeit mit Ihrem kompakten Stadtauto davon geträumt, dass Ihr Auto zu einem schnellen Flitzer mutiert? Genau dies haben die Hersteller schon vor Jahren erkannt und zu den

GTI, GSI oder RS

üblichen Zutaten gegriffen, um kompakten Kleinwagen den Touch einer „Rennsemmel“ zu verpassen. Die sogenannten „Hot Hatches“ sind zweifelsohne fast gleichzusetzen mit dem Volkswagen Golf GTI. Als Volkswagen 1976 den Golf GTI der ersten Generation mit einem 1,6 Liter-, Vier-Zylinder-Motor mit 110 PS auf den Markt brachte, war ein neues Segment geboren. Mit einem Fahrzeuggewicht von etwa 840 Kilogramm, einem leicht zu fahrenden Frontantrieb und 110 PS Leistung zu einem erschwinglichen Preis brachte VW damals die gesamte Branche durcheinander. Etliche Sondermodelle wie zum Beispiel der Pirelli GTI wurden in Zusammenarbeit mit Zulieferern realisiert. Eigene Rennserien wurden entwickelt, um eine Markenbindung zu erzielen.

Natürlich sind sofort andere Hersteller wie Opel, Ford und so weiter auf diesen Zug aufgesprungen und haben kurz danach Fahrzeuge wie den Kadett GSI oder den Ford Escort XR3 beziehungsweise XR3i auf den Markt gebracht. Renault kam gleich mit dem R5 Alpine, der vergleichbare Daten lieferte, und Peugeot zog hinterher mit dem Peugeot 205 XR. Es kam zu einem Glaubenskrieg zwischen den Liebhabern der einzelnen Marken, in den Siebzigern dominierten bei den jungen Autofahrern diese kleinen kompakten Fahrzeuge mit hoher Leistung. Natürlich kam es auch immer wieder zu schweren Unfällen, weil diese Fahrzeuge fast schon rennpistentauglich und nicht für Fahranfänger gedacht waren.

Durch die Weiterentwicklung der Automobilbranche und dem Einzug von Assistenzsystemen wurden auch die sogenannten „Hot Hatches“ sicherer. Mittlerweile lassen sich die Fahrzeuge in der Stadt fast wie ihre „zahmen“ Artgenossen fahren, immer mit dem Wissen im Hinterkopf, bei Bedarf genug Leistung abrufbar zu haben. Der große Wermutstropfen bei diesen Fahrzeugen ist die hohe Risikoeinstufung bei den Versicherern und der damit verbundene hohe Policenpreis.